Edi Goetschel
Fidus-Serie
Die 1904 in Zürich gezeichneten Illustrationen für die Günther Wagner

Fidus, eigentlich Hugo Höppener (1868-1948) prägte mit seinen Illustrationen für Bücher, Zeitschriften und Druckschriften, seinen Bildern und den Drucken und Postkarten davon sowie seinen Tempelentwürfen die Bilderwelt der Lebensreform in Deutschland seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Populär ist sein Lichtgebet, das zur Ikone der Jugend- und Freikörperkulturbewegung geworden ist.

1904 zeichnete Fidus in Zürich eine Serie von elf Vorsatzblättern, Kopfleisten und eine Schlussvignette für eine Preisliste der Günther Wagner (heute Pelikan). Die Serie ist ein exemplarisches Beispiel für die Konflikte zwischen der Reklame einerseits und Kunst andererseits, die für Fidus persönlicher Ausdruck von vielschichtigen seelischen oder psychischen und damit letztlich religiösen Empfindungen sein sollte und gleichzeitig Mittel zur Formulierung, aber auch Verwirklichung seiner künstlerischen und gesellschaftlichen Utopien.

Fidus hielt sich wiederholt in der Schweiz auf und setzte sich sogar mit dem Gedanken auseinander, sich mit seiner Familie hier niederzulassen oder jedenfalls längere Zeit zu leben und zu arbeiten. Mit Ausnahme der Aufenthalte in Amden im Sommer 1903 und vom Spätsommer oder Herbst 1903 bis Ende Jahr oder Anfang 1904 wurde bisher in der Literatur Fidus und seinen Aufenthalten in Zürich (1904 und 1906/07) sowie einer Vortragsreise durch die Schweiz (1933) wenig Beachtung geschenkt.

Die Publikation ist die erste Veröffentlichung einer Reihe, die sich mit dem Künstler und seinen Beziehungen zur Schweiz und insbesondere zu Zürich auseinandersetzt.

ISBN 978-3-9523855-0-0
128 Seiten, 16 x 22 cm, zahlreiche farbige und schwarzweisse Abbildungen.
CHF 21.80/EUR 17,80

 

Leseproben

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Von Amden nach Zürich