Das Crowdfunding für die Publikation “Fidus in der Schweiz” begann vielversprechend: In den ersten 12 Stunden sind bereits 12% der angestrebten 750 Franken zugesagt worden. Ganz herzlichen Dank!
Nach nun 24 Stunden Erfahrung besteht allerdings auch eine gewisse Skepsis, ob sich Crowdfunding für Projekte wie die Fidus-Veröffentlichung eignet.
So hat sich gezeigt, dass das Interesse an einem Projekt sehr schnell abnimmt. Die Aussicht darauf, nun 99 Tage vor sich hinzudümpeln, ist nicht unbedingt motivierend…
Vor allem fragt sich, wie förderlich das Umfeld ist. Was als anregend bunte Vielfalt verstanden werden kann, erweist sich möglicherweise als Hindernis. Seite an Seite etwa mit einem Viersterne-Hotel, das sich während der Fussball-Europameisterschaft diesen Sommer einen grosse Flachbildschirm in seinen Biergarten stellen möchte, oder einem Konzeptkünstler, der zur Vergrösserung der Schweiz europaweit in allen Hauptstädten aus einer öffentlichen Parkanlagen ein Stück Rasen entnehmen und in die Schweiz überführen will, ein seriöses Projekt vorstellen zu wollen, ist nicht ganz einfach.
Dazu kommt die vielleicht etwas zu verspielte Plattform 100-days.net selbst. Offensichtlich ist sie zugeschnitten auf ein jüngeres Zielpublikum. Und für dieses scheint Kunst und Kultur vor allem Kreativwirtschaft zu sein. Da ist Fidus fehl am Platz.
Für “Fidus in der Schweiz” scheint die Luft nach 24 Stunden bereits dünn geworden zu sein. Wenn sie nicht bereits draussen ist.